Die AUREXON-Bibliothek für Training, Ernährung, Hormone und körperliche Leistungsfähigkeit
Körperliche Leistungsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel von Training, Ernährung, Hormonen, Regeneration, Schlaf und Stoffwechsel. Wer seinen Körper gezielt verbessern will, sollte deshalb nicht nur einzelne Methoden kennen, sondern auch die biologischen Mechanismen verstehen, auf denen sie beruhen.
Diese Bibliothek erklärt 150 zentrale Begriffe zu Körperoptimierung kompakt und verständlich. Sie umfasst Testosteron und andere Hormone, Muskelaufbau, Kraft- und Ausdauertraining, Körperfett, Stoffwechsel, Ernährung, Mikronährstoffe, Schlaf, Stress, Fruchtbarkeit, Supplemente sowie wichtige Mess- und Blutwerte.
Die Begriffe sind nach Themen geordnet und innerhalb der einzelnen Bereiche alphabetisch sortiert. Ziel ist kein medizinisches Lehrbuch, sondern ein praktisches Nachschlagewerk für Menschen, die Training, Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit besser verstehen und fundierter beurteilen wollen.
Themenübersicht
Körper & Leistungsfähigkeit · Testosteron & Androgene · Hormone & Regulation · Muskelaufbau & Hypertrophie · Kraft & Training · Ausdauer & Herz-Kreislauf · Körperfett & Stoffwechsel · Ernährung & Makronährstoffe · Vitamine & Mineralstoffe · Schlaf & Regeneration · Stress & Nervensystem · Fruchtbarkeit & Männergesundheit · Körperzusammensetzung & Messwerte · Supplemente & Leistungsoptimierung · Diagnostik & Blutwerte
Körper & Leistungsfähigkeit
Grundbegriffe, die beschreiben, wie körperliche Leistungsfähigkeit entsteht, gemessen und langfristig entwickelt werden kann.
Adaption – Anpassung des Körpers an wiederkehrende Belastungen, durch die sich Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit oder Bewegungsökonomie verändern können.
Fitness – Sammelbegriff für körperliche Leistungsmerkmale wie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Belastbarkeit.
Homeostase – Fähigkeit des Körpers, innere Bedingungen wie Temperatur, Flüssigkeitshaushalt oder Blutzucker innerhalb bestimmter Grenzen stabil zu halten.
Leistungsfähigkeit – Fähigkeit des Körpers, eine bestimmte körperliche oder physiologische Belastung erfolgreich zu bewältigen.
Leistungsreserve – Differenz zwischen aktuell genutzter und grundsätzlich verfügbarer körperlicher Leistungsfähigkeit.
Regeneration – Wiederherstellung körperlicher und psychischer Leistungsfähigkeit nach Training oder anderer Belastung.
Reiz-Reaktions-Prinzip – Grundprinzip, nach dem ein ausreichend starker Trainingsreiz Anpassungsprozesse im Körper auslösen kann.
Superkompensation – Trainingsmodell, nach dem sich die Leistungsfähigkeit nach Belastung und ausreichender Erholung zeitweise über das ursprüngliche Niveau hinaus entwickeln kann.
Trainingsanpassung – Langfristige physiologische Veränderung als Reaktion auf wiederholt gesetzte Trainingsreize.
Trainingsstatus – Aktueller Zustand der körperlichen Leistungsfähigkeit, der unter anderem von Trainingserfahrung, Belastung und Regeneration beeinflusst wird.
Testosteron & Androgene
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon, wirkt jedoch innerhalb eines komplexen hormonellen Systems und sollte nicht isoliert betrachtet werden.
Androgen – Sammelbegriff für Steroidhormone, die unter anderem die Entwicklung und Funktion männlicher Geschlechtsmerkmale beeinflussen.
Androgenrezeptor – Zellulärer Rezeptor, über den Testosteron, DHT und andere Androgene ihre Wirkung in verschiedenen Geweben vermitteln.
Bioverfügbares Testosteron – Anteil des Testosterons, der frei oder vergleichsweise locker an Albumin gebunden vorliegt und dadurch leichter für Gewebe verfügbar ist.
DHT – Dihydrotestosteron ist ein stark wirksames Androgen, das aus Testosteron durch das Enzym 5-Alpha-Reduktase entsteht.
Freies Testosteron – Sehr kleiner Anteil des Testosterons im Blut, der nicht an Transportproteine gebunden ist.
Gesamttestosteron – Gesamte im Blut gemessene Testosteronmenge aus freiem und proteinbindendem Testosteron.
Hypogonadismus – Medizinischer Zustand, bei dem die Hoden nicht ausreichend Testosteron und/oder Spermien produzieren beziehungsweise die hormonelle Regulation gestört ist.
SHBG – Sexualhormon-bindendes Globulin ist ein Transportprotein, das unter anderem Testosteron und Estradiol im Blut bindet.
Testosteron – Steroidhormon mit wichtiger Bedeutung für Sexualfunktion, Muskel- und Knochenstoffwechsel, Blutbildung und zahlreiche weitere Körperfunktionen.
TRT – Testosterone Replacement Therapy bezeichnet eine ärztlich überwachte Testosteronersatztherapie bei entsprechend diagnostiziertem Testosteronmangel.
Hormone & Regulation
Hormone bilden ein komplexes Kommunikationssystem, über das Organe und Gewebe zahlreiche Körperfunktionen koordinieren.
Aromatase – Enzym, das bestimmte Androgene wie Testosteron in Östrogene umwandeln kann.
Cortisol – Steroidhormon der Nebennierenrinde, das unter anderem am Stressstoffwechsel, an der Energiebereitstellung und an Entzündungsprozessen beteiligt ist.
Estradiol – Biologisch besonders wirksames Östrogen, das auch bei Männern wichtige Funktionen unter anderem für Knochen, Sexualfunktion und Stoffwechsel besitzt.
FSH – Follikelstimulierendes Hormon der Hirnanhangsdrüse, das beim Mann wesentlich an der Regulation der Spermienbildung beteiligt ist.
GnRH – Gonadotropin-Releasing-Hormon des Hypothalamus, das die Freisetzung von LH und FSH aus der Hirnanhangsdrüse steuert.
HPT-Achse – Hormonelle Regelachse zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Hoden, die wesentlich an Testosteronproduktion und Fortpflanzungsfunktion beteiligt ist.
Insulin – Hormon der Bauchspeicheldrüse, das unter anderem die Aufnahme und Speicherung von Glukose sowie zahlreiche Stoffwechselprozesse reguliert.
LH – Luteinisierendes Hormon der Hirnanhangsdrüse, das beim Mann die Testosteronproduktion in den Leydig-Zellen stimuliert.
Prolaktin – Hormon der Hirnanhangsdrüse mit vielfältigen Wirkungen, dessen deutlich veränderte Konzentrationen unter anderem Sexual- und Fortpflanzungsfunktionen beeinflussen können.
Rückkopplung – Regulationsmechanismus, bei dem die Konzentration eines Hormons oder seiner Wirkung die weitere Produktion innerhalb einer hormonellen Achse beeinflusst.
Muskelaufbau & Hypertrophie
Muskelwachstum ist ein langfristiger Anpassungsprozess an mechanische Belastung, ausreichende Ernährung und Erholung.
Anabolismus – Gesamtheit aufbauender Stoffwechselprozesse, bei denen aus kleineren Molekülen komplexere körpereigene Strukturen aufgebaut werden.
Hypertrophie – Vergrößerung bestehender Muskelzellen beziehungsweise Muskelfasern als Anpassung an wiederkehrende Belastung.
Katabolismus – Sammelbegriff für abbauende Stoffwechselprozesse, bei denen größere Moleküle zur Energiebereitstellung oder weiteren Verwendung zerlegt werden.
Mechanische Spannung – Belastung von Muskelfasern durch Kraftentwicklung gegen Widerstand und ein wesentlicher Trainingsreiz für Muskelanpassungen.
Muskelproteinsynthese – Prozess, bei dem Muskelzellen neue Proteine aufbauen und damit unter anderem Reparatur und Wachstum ermöglichen.
Myofibrille – Struktur innerhalb einer Muskelzelle, die aus kontraktilen Proteinen aufgebaut ist und wesentlich zur Kraftentwicklung beiträgt.
Progressive Überlastung – Prinzip, Trainingsanforderungen langfristig schrittweise zu erhöhen, damit weiterhin ein ausreichender Anpassungsreiz vorhanden ist.
Proteinumsatz – Gleichzeitiges Zusammenspiel von Proteinaufbau und Proteinabbau innerhalb des Körpers.
Satellitenzellen – Muskelassoziierte Stammzellen, die unter bestimmten Bedingungen an Reparatur- und Anpassungsprozessen von Muskelgewebe beteiligt sind.
Trainingsvolumen – Gesamtmenge der innerhalb eines Trainingszeitraums ausgeführten körperlichen Arbeit, häufig anhand von Sätzen, Wiederholungen und Belastung beschrieben.
Kraft & Training
Krafttraining verbessert nicht nur Muskelmasse, sondern kann auch neuronale Koordination, Knochenbelastbarkeit und Bewegungsleistung beeinflussen.
1RM – Maximales Gewicht, das bei einer bestimmten Übung unter korrekten Bedingungen ungefähr einmal bewältigt werden kann.
Deload – Geplante Phase reduzierter Trainingsbelastung, die Erholung ermöglichen und angesammelte Ermüdung verringern soll.
Intensität – Trainingsgröße, die je nach Kontext die relative Belastung, beispielsweise als Anteil des maximal möglichen Gewichts, beschreibt.
Isometrische Kontraktion – Muskelanspannung, bei der Kraft erzeugt wird, ohne dass sich die Muskellänge wesentlich verändert.
Konzentrische Phase – Bewegungsphase, in der sich ein belasteter Muskel während der Kraftentwicklung verkürzt.
Periodisierung – Geplante Veränderung von Trainingsvolumen, Intensität und Schwerpunkt über längere Zeiträume.
RIR – „Repetitions in Reserve“ bezeichnet die geschätzte Anzahl zusätzlicher Wiederholungen, die vor dem muskulären Versagen noch möglich gewesen wären.
RPE – „Rating of Perceived Exertion“ beschreibt die subjektiv wahrgenommene Belastungsintensität einer körperlichen Leistung.
Trainingsfrequenz – Anzahl der Trainingseinheiten beziehungsweise Belastungen eines Muskels oder einer Bewegungsform innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Wiederholungsbereich – Anzahl von Wiederholungen, die innerhalb eines Trainingssatzes durchgeführt werden.
Ausdauer & Herz-Kreislauf
Ausdauer beschreibt die Fähigkeit, körperliche Belastung über längere Zeit aufrechtzuerhalten und dabei Energie effizient bereitzustellen.
Aerobe Leistungsfähigkeit – Fähigkeit, Energie während körperlicher Belastung überwiegend unter Nutzung von Sauerstoff bereitzustellen.
Anaerobe Leistungsfähigkeit – Fähigkeit zur Energiebereitstellung bei Belastungen, bei denen der Energiebedarf nicht vollständig aerob gedeckt werden kann.
Ausdauer – Fähigkeit, eine körperliche Belastung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten und Ermüdung zu widerstehen.
Herzfrequenz – Anzahl der Herzschläge innerhalb einer Minute.
Herzfrequenzreserve – Differenz zwischen maximaler Herzfrequenz und Ruheherzfrequenz.
Laktat – Stoffwechselprodukt, das bei der Energiegewinnung aus Glukose entsteht und im Körper auch als Energieträger weiterverwendet werden kann.
Laktatschwelle – Belastungsbereich, ab dem die Laktatkonzentration im Blut deutlich stärker ansteigen kann.
Ruhepuls – Herzfrequenz eines Menschen im körperlich entspannten Ruhezustand.
VO₂max – Maximale Sauerstoffmenge, die der Körper bei intensiver Belastung aufnehmen und verwerten kann.
Zone-2-Training – Niedrig bis moderat intensives Ausdauertraining, das typischerweise deutlich unterhalb maximaler Belastung durchgeführt wird.
Körperfett & Stoffwechsel
Körpergewicht allein beschreibt den Körper nur unzureichend. Entscheidend sind unter anderem Fettmasse, Muskelmasse und Stoffwechselzustand.
Basalstoffwechsel – Energiebedarf des Körpers im vollständigen Ruhezustand zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen.
Energiebilanz – Verhältnis zwischen zugeführter und verbrauchter Energie über einen bestimmten Zeitraum.
Grundumsatz – Energiemenge, die der Körper unter standardisierten Ruhebedingungen für lebensnotwendige Funktionen benötigt.
Insulinsensitivität – Maß dafür, wie empfindlich Körperzellen auf die Wirkung des Hormons Insulin reagieren.
Kaloriendefizit – Zustand, bei dem dem Körper über einen Zeitraum weniger Energie zugeführt wird, als er verbraucht.
Kalorienüberschuss – Zustand, bei dem dem Körper mehr Energie zugeführt wird, als innerhalb desselben Zeitraums verbraucht wird.
Lipolyse – Stoffwechselprozess, bei dem gespeicherte Fette in Fettzellen in ihre Bestandteile zerlegt und mobilisiert werden.
Metabolismus – Gesamtheit aller chemischen Stoffwechselprozesse, durch die der Körper Energie und Baustoffe bereitstellt und verarbeitet.
Subkutanes Fett – Fettgewebe, das unmittelbar unter der Haut gespeichert wird.
Viszerales Fett – Fettgewebe innerhalb der Bauchhöhle, das sich um innere Organe herum befindet und stoffwechselaktiv ist.
Ernährung & Makronährstoffe
Ernährung stellt Energie und Baustoffe bereit. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Lebensmittel, sondern das langfristige Gesamtmuster.
Ballaststoffe – Überwiegend unverdauliche pflanzliche Nahrungsbestandteile, die unter anderem Verdauung und Darmmikrobiom beeinflussen können.
Eiweiß – Makronährstoff aus Aminosäuren, der unter anderem für Muskeln, Enzyme, Hormone und zahlreiche Körperstrukturen benötigt wird.
Essenzielle Aminosäuren – Aminosäuren, die der Körper nicht ausreichend selbst herstellen kann und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss.
Fett – Energieliefernder Makronährstoff, der außerdem für Zellmembranen, bestimmte Hormone und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine wichtig ist.
Kohlenhydrate – Makronährstoff und wichtige Energiequelle, der im Körper unter anderem zu Glukose verarbeitet beziehungsweise als Glykogen gespeichert werden kann.
Makronährstoffe – Nährstoffgruppen, die in vergleichsweise großen Mengen benötigt werden, insbesondere Proteine, Kohlenhydrate und Fette.
Proteinzufuhr – Menge an Eiweiß, die über die Ernährung innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufgenommen wird.
Sättigung – Physiologisches und psychologisches Gefühl ausreichender Nahrungsaufnahme, das die weitere Nahrungsaufnahme begrenzen kann.
Thermischer Effekt der Nahrung – Energieverbrauch, der durch Verdauung, Aufnahme und Verarbeitung von Nährstoffen entsteht.
Verdauung – Mechanische und chemische Zerlegung von Nahrung, damit Nährstoffe aufgenommen und verwertet werden können.
Vitamine & Mineralstoffe
Mikronährstoffe werden in kleineren Mengen benötigt, sind aber für zahlreiche Stoffwechsel- und Regulationsprozesse unverzichtbar.
Eisen – Essenzielles Spurenelement, das unter anderem für Sauerstofftransport und zahlreiche Enzymsysteme benötigt wird.
Elektrolyte – Gelöste Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium, die unter anderem Flüssigkeitshaushalt sowie Nerven- und Muskelfunktionen unterstützen.
Kalium – Essenzieller Mineralstoff und Elektrolyt mit wichtiger Bedeutung für Nervenleitung, Muskelfunktion und Flüssigkeitshaushalt.
Kalzium – Mineralstoff mit zentraler Bedeutung für Knochen, Muskelkontraktion, Nervensignale und weitere Zellfunktionen.
Magnesium – Essenzieller Mineralstoff, der an zahlreichen enzymatischen Reaktionen sowie an Muskel- und Nervenfunktionen beteiligt ist.
Mikronährstoffe – Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die der Körper in relativ kleinen Mengen benötigt.
Selen – Essenzielles Spurenelement, das unter anderem Bestandteil antioxidativer Enzyme und am Schilddrüsenstoffwechsel beteiligt ist.
Vitamin B12 – Wasserlösliches Vitamin mit wichtiger Bedeutung für Blutbildung, Nervensystem und Zellstoffwechsel.
Vitamin D – Fettlösliches Vitamin beziehungsweise hormonähnliche Substanz mit wesentlicher Bedeutung für Kalziumstoffwechsel und Knochen sowie weiteren Körperfunktionen.
Zink – Essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen Enzymen sowie an Immunfunktion, Zellteilung und anderen biologischen Prozessen beteiligt ist.
Schlaf & Regeneration
Schlaf ist ein zentraler Bestandteil körperlicher und psychischer Regeneration und beeinflusst zahlreiche Stoffwechsel- und Hormonprozesse.
Chronotyp – Individuelle biologische Tendenz, zu bestimmten Tageszeiten besonders wach oder schläfrig zu sein.
Circadianer Rhythmus – Ungefähr 24-stündiger biologischer Rhythmus, der unter anderem Schlaf, Hormonausschüttung und Körpertemperatur beeinflusst.
Melatonin – Hormon, dessen Ausschüttung wesentlich an der zeitlichen Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist.
REM-Schlaf – Schlafphase mit charakteristischen schnellen Augenbewegungen und erhöhter Gehirnaktivität, die unter anderem mit Gedächtnis- und Emotionsverarbeitung verbunden ist.
Schlafarchitektur – Struktur und zeitliche Abfolge verschiedener Schlafstadien während einer Nacht.
Schlafdefizit – Differenz zwischen individuell benötigter und tatsächlich erreichter Schlafmenge über einen bestimmten Zeitraum.
Schlafhygiene – Verhaltensweisen und Umgebungsbedingungen, die einen regelmäßigen und erholsamen Schlaf unterstützen sollen.
Schlafqualität – Bewertung verschiedener Merkmale des Schlafes wie Dauer, Unterbrechungen, Einschlafzeit und subjektive Erholung.
Tiefschlaf – Besonders tiefe Phase des Non-REM-Schlafs, die mit körperlicher Erholung und verschiedenen Regenerationsprozessen verbunden ist.
Zirkadiane Synchronisation – Abstimmung des inneren biologischen Rhythmus auf äußere Zeitgeber wie Tageslicht, Aktivität und regelmäßige Schlafzeiten.
Stress & Nervensystem
Körperliche Leistungsfähigkeit hängt nicht nur von Muskeln ab. Auch Nervensystem und Stressregulation beeinflussen Belastbarkeit und Erholung.
Adrenalin – Hormon und Neurotransmitter, der in akuten Belastungssituationen unter anderem Herzfrequenz und Energiebereitstellung erhöht.
Allostase – Fähigkeit des Körpers, Stabilität durch Anpassung physiologischer Prozesse an veränderte Anforderungen herzustellen.
Allostatische Last – Gesamte körperliche Belastung, die durch wiederholte oder dauerhaft erhöhte Anpassungsanforderungen entstehen kann.
Autonomes Nervensystem – Teil des Nervensystems, der zahlreiche unbewusste Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Verdauung und Blutdruck reguliert.
Fight-or-Flight-Reaktion – Physiologische Stressreaktion, bei der der Körper kurzfristig auf Kampf oder Flucht vorbereitet wird.
HRV – Herzfrequenzvariabilität bezeichnet die zeitliche Variation zwischen einzelnen Herzschlägen und wird unter anderem als indirekter Marker autonomer Regulation untersucht.
Parasympathikus – Teil des autonomen Nervensystems, der insbesondere mit Erholung, Verdauung und Regeneration verbunden ist.
Stress – Körperliche und psychische Reaktion auf Anforderungen, die eine Anpassung des Organismus erforderlich machen.
Sympathikus – Teil des autonomen Nervensystems, der den Körper unter anderem bei Aktivität und akuten Belastungen mobilisiert.
Übertraining – Länger anhaltende Leistungsverschlechterung infolge eines ungünstigen Verhältnisses zwischen Trainingsbelastung und Erholung, nachdem andere Ursachen ausgeschlossen wurden.
Fruchtbarkeit & Männergesundheit
Männliche Gesundheit umfasst neben Hormonen auch Fortpflanzungsfunktion, Sexualfunktion und die Gesundheit der dazugehörigen Organsysteme.
Erektile Dysfunktion – Wiederkehrende oder anhaltende Schwierigkeit, eine für sexuelle Aktivität ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
Fertilität – Biologische Fähigkeit zur Fortpflanzung.
Leydig-Zellen – Zellen in den Hoden, die unter Einfluss von LH einen wesentlichen Teil des männlichen Testosterons produzieren.
Libido – Individuelle Intensität sexuellen Verlangens, die durch körperliche, hormonelle, psychologische und soziale Faktoren beeinflusst werden kann.
Prostata – Drüse des männlichen Fortpflanzungssystems, deren Sekret Bestandteil der Samenflüssigkeit ist.
Sertoli-Zellen – Zellen in den Hoden, die eine wichtige Rolle bei Entwicklung und Versorgung heranreifender Spermien spielen.
Spermatogenese – Biologischer Prozess der Bildung und Reifung männlicher Samenzellen in den Hoden.
Spermienkonzentration – Anzahl der Spermien innerhalb eines bestimmten Volumens der Samenflüssigkeit.
Spermienmotilität – Fähigkeit und Ausmaß der Eigenbewegung von Spermien.
Spermiogramm – Laboruntersuchung der Samenflüssigkeit, bei der verschiedene Merkmale der Spermien und des Ejakulats beurteilt werden.
Körperzusammensetzung & Messwerte
Körperzusammensetzung liefert häufig mehr Informationen als das reine Körpergewicht und sollte dennoch immer im Kontext betrachtet werden.
BIA – Bioelektrische Impedanzanalyse schätzt verschiedene Bestandteile der Körperzusammensetzung anhand des elektrischen Widerstands des Körpers.
BMI – Body-Mass-Index setzt Körpergewicht und Körpergröße zueinander in Beziehung, unterscheidet jedoch nicht direkt zwischen Muskel- und Fettmasse.
DEXA – Bildgebendes Verfahren, das unter anderem zur Bestimmung von Knochendichte und Körperzusammensetzung eingesetzt werden kann.
Fettfreie Masse – Gesamte Körpermasse ohne Fettmasse, einschließlich Muskeln, Knochen, Organe und Körperwasser.
Fettmasse – Gesamtmenge des im Körper gespeicherten Fettgewebes.
Körperfettanteil – Anteil der Fettmasse am gesamten Körpergewicht.
Körpergewicht – Gesamte Masse des Körpers, ohne direkte Aussage darüber, wie sie sich aus Fett, Muskeln, Wasser und anderen Bestandteilen zusammensetzt.
Magermasse – Häufig verwendete Bezeichnung für Körpermasse außerhalb der Fettmasse, deren genaue Definition je nach Messverfahren variieren kann.
Taille-Hüft-Verhältnis – Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang als grobes Maß für die Verteilung von Körperfett.
Taillenumfang – Umfang des Bauchbereichs, der unter standardisierten Bedingungen als einfacher Marker für abdominale Fettverteilung verwendet werden kann.
Supplemente & Leistungsoptimierung
Nahrungsergänzungsmittel können bestimmte Versorgungslücken oder Leistungsziele unterstützen, ersetzen jedoch weder Training noch eine angemessene Ernährung.
Beta-Alanin – Aminosäure, deren Supplementierung den Muskelgehalt an Carnosin erhöhen und bei bestimmten hochintensiven Belastungen leistungsrelevant sein kann.
Elektrolytgetränk – Getränk mit gelösten Mineralstoffen, das insbesondere bei starkem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust eingesetzt werden kann.
Koffein – Psychoaktive Substanz mit stimulierender Wirkung, die unter anderem Aufmerksamkeit und bestimmte körperliche Leistungsparameter beeinflussen kann.
Kreatin – Körpereigene Substanz des Energiestoffwechsels, deren Supplementierung besonders für wiederholte hochintensive Belastungen und Krafttraining gut untersucht ist.
Nahrungsergänzungsmittel – Produkte zur Ergänzung der normalen Ernährung, die konzentrierte Nährstoffe oder andere Stoffe enthalten können.
Omega-3-Fettsäuren – Gruppe mehrfach ungesättigter Fettsäuren, zu denen unter anderem EPA und DHA gehören.
Pre-Workout – Sammelbegriff für Nahrungsergänzungen, die vor dem Training eingenommen werden und häufig Substanzen wie Koffein enthalten.
Proteinshake – Getränk mit konzentriertem Protein, das eine praktische Möglichkeit darstellen kann, die tägliche Proteinzufuhr zu erhöhen.
Supplementierung – Gezielte zusätzliche Aufnahme eines Nährstoffs oder anderen Stoffes über Nahrungsergänzungsmittel.
Whey Protein – Molkenprotein mit hohem Anteil essenzieller Aminosäuren und vergleichsweise schneller Verdauung.
Diagnostik & Blutwerte
Laborwerte können wertvolle Informationen liefern, sind aber nur im Zusammenhang mit Messmethode, Referenzbereich, Symptomen und weiteren Befunden sinnvoll interpretierbar.
Albumin – Häufigstes Protein im Blutplasma, das unter anderem Transportfunktionen übernimmt und auch einen Teil des Testosterons bindet.
Blutbild – Laboruntersuchung verschiedener Blutzelltypen und ihrer Eigenschaften, die Hinweise auf zahlreiche gesundheitliche Zustände liefern kann.
Ferritin – Protein zur Eisenspeicherung, dessen Konzentration im Blut häufig zur Einschätzung der körpereigenen Eisenreserven verwendet wird.
HbA1c – Laborwert, der Rückschlüsse auf die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der vergangenen Wochen ermöglicht.
Hämatokrit – Anteil der zellulären Bestandteile, vor allem der roten Blutkörperchen, am gesamten Blutvolumen.
Hämoglobin – Sauerstoffbindendes Protein in roten Blutkörperchen, das wesentlich für den Sauerstofftransport verantwortlich ist.
Nüchternglukose – Konzentration von Glukose im Blut nach einer definierten Phase ohne Kalorienaufnahme und ein wichtiger Parameter des Glukosestoffwechsels.
Referenzbereich – Statistisch bestimmter Wertebereich, in dem ein Laborparameter bei einer definierten Referenzpopulation typischerweise liegt.
Triglyceride – Form von Blutfetten, die unter anderem als Energiespeicher dienen und im Rahmen des Fettstoffwechsels gemessen werden können.
TSH – Hormon der Hirnanhangsdrüse, das die Schilddrüse zur Produktion und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen stimuliert.
Hinweis
Die hier aufgeführten Begriffe stammen aus Trainingswissenschaft, Physiologie, Endokrinologie, Ernährungswissenschaft und Medizin. Die Definitionen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Diagnose oder Behandlung. Blutwerte, hormonelle Beschwerden, Medikamente und Therapien wie eine Testosteronersatztherapie sollten immer im medizinischen Gesamtkontext und gegebenenfalls mit entsprechend qualifizierten Fachpersonen beurteilt werden.
